Depot Risk Check

Drawdown: Maximaler Verlust im Portfolio

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Drawdown beschreibt den prozentualen Wertverlust eines Portfolios vom bisherigen Höchststand (Peak) bis zu einem bestimmten Tiefpunkt – und ist eine der wichtigsten Kennzahlen für das Risikomanagement.

Was ist ein Drawdown?

Ein Drawdown bezeichnet den prozentualen Rückgang eines Portfoliowertes von einem Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefpunkt. Der Maximum Drawdown (MDD) ist der größte jemals gemessene Wertverlust innerhalb eines bestimmten Zeitraums – also das Worst-Case-Szenario, das ein Anleger tatsächlich erlebt hat.

Der Maximum Drawdown ist eine der aussagekräftigsten Risikokennzahlen, weil er das reale Verlustrisiko besser abbildet als abstrakte Maße wie die Standardabweichung. Er beantwortet die entscheidende Frage: „Wie viel hätte ich im schlimmsten Fall verloren?“

Warum ist der Maximum Drawdown so wichtig?

Viele Anleger unterschätzen, wie lange es dauern kann, einen großen Drawdown aufzuholen. Ein Verlust von 50 % erfordert einen Anstieg von 100 %, um wieder den Ausgangswert zu erreichen. Diese mathematische Asymmetrie macht große Drawdowns besonders schmerzhaft und ist ein zentraler Grund, warum Risikomanagement so wichtig ist.

Psychologisch sind Drawdowns der häufigste Grund, warum Anleger ihre langfristige Strategie aufgeben und zum ungünstigsten Zeitpunkt verkaufen. Wer seinen persönlichen maximalen Verlusttoleranzschwelle kennt, kann sein Portfolio so aufstellen, dass der erwartete Maximum Drawdown innerhalb dieser Grenze bleibt.

Historische Drawdowns wichtiger Indizes

Der DAX hat seit seiner Einführung 1988 mehrere erhebliche Drawdowns erlebt: im Dotcom-Crash 2000–2003 verlor er über 70 %, in der Finanzkrise 2008–2009 rund 55 % und im Corona-Crash 2020 etwa 40 % in wenigen Wochen. Der MSCI World verzeichnete in der Finanzkrise einen Maximum Drawdown von ca. 54 %.

Diese historischen Daten zeigen: Selbst breit diversifizierte Portfolios können erhebliche Verluste erleiden. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der nächste Drawdown kommt – und ob Ihr Portfolio darauf vorbereitet ist.

Drawdown und Erholung

  • -10 % Drawdown: Erfordert +11 % zum Ausgleich – erholbar in wenigen Monaten
  • -20 % Drawdown: Erfordert +25 % zum Ausgleich – typisch für Korrekturen
  • -30 % Drawdown: Erfordert +43 % zum Ausgleich – kann 1–2 Jahre dauern
  • -50 % Drawdown: Erfordert +100 % zum Ausgleich – kann 3–7 Jahre dauern
  • Die Recovery Time (Erholungszeit) ist oft wichtiger als der Drawdown selbst
  • Regelmäßiges Rebalancing und Risikomanagement begrenzen den Maximum Drawdown

Drawdown-Analyse für Ihr Depot

Im Rahmen einer professionellen Depot-Risikoanalyse wird der historische und erwartete Maximum Drawdown Ihres Portfolios berechnet. Dabei werden nicht nur einzelne Positionen analysiert, sondern das Zusammenspiel aller Anlagen im Portfolio – denn durch Diversifikation kann der Portfolio-Drawdown geringer sein als der Drawdown einzelner Positionen.

Der Depot Risk Check von Wealth Partners Tegernsee berechnet den Maximum Drawdown Ihres Portfolios und vergleicht ihn mit Ihrer persönlichen Risikotoleranz. So erfahren Sie, ob Ihr Depot zu Ihrem Risikoprofil passt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Drawdown und Volatilität?

Die Volatilität misst die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Portfolios in beide Richtungen. Der Drawdown misst dagegen den konkreten maximalen Verlust vom Höchststand zum Tiefpunkt. Für Anleger ist der Drawdown oft aussagekräftiger, weil er das tatsächliche Verlustrisiko in Krisenphasen abbildet.

Wie kann ich den Maximum Drawdown meines Portfolios reduzieren?

Den Maximum Drawdown können Sie durch breitere Diversifikation, Beimischung defensiver Anlageklassen (Anleihen, Gold), Stop-Loss-Strategien und eine konservativere Asset Allocation senken. Auch regelmäßiges Rebalancing hilft, das Risiko zu begrenzen.

Wie lange dauert die Erholung nach einem Drawdown?

Die Erholungszeit hängt von der Schwere des Drawdowns ab. Ein Verlust von 20 % wird bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8 % in etwa 3 Jahren aufgeholt. Ein Verlust von 50 % kann dagegen 7–10 Jahre benötigen. Deshalb ist die Begrenzung des Drawdowns so wichtig.

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