Depot Risk Check

Standardabweichung: Streuung der Renditen

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Standardabweichung ist das grundlegende statistische Maß für die Streuung von Renditen um den Durchschnittswert – und damit die Basis für Volatilitätsberechnungen und Risikokennzahlen.

Was ist die Standardabweichung?

Die Standardabweichung ist das wichtigste statistische Maß für die Streuung von Renditen um ihren Mittelwert. Sie quantifiziert, wie stark die einzelnen Renditen eines Portfolios oder Wertpapiers von der durchschnittlichen Rendite abweichen – und ist damit ein direktes Maß für das Anlagerisiko.

Eine hohe Standardabweichung bedeutet starke Schwankungen und damit höheres Risiko. Eine niedrige Standardabweichung steht für stabilere Renditen und weniger Risiko. In der Finanzwelt wird die Standardabweichung oft synonym mit Volatilität verwendet.

Was bedeutet die Standardabweichung für Ihr Depot?

Angenommen, Ihr Portfolio hat eine Durchschnittsrendite von 8 % p.a. und eine Standardabweichung von 15 %. Das bedeutet: In etwa zwei Dritteln aller Jahre (68 %) liegt die Rendite zwischen −7 % und +23 %. In 95 % aller Jahre liegt sie zwischen −22 % und +38 %. Verluste von über 22 % sind also möglich, aber selten.

Diese Interpretation beruht auf der Annahme einer Normalverteilung der Renditen. In der Praxis haben Finanzmarktrenditen jedoch „fette Ränder“ (Fat Tails) – extreme Ereignisse treten häufiger auf als die Normalverteilung vorhersagt. Deshalb ist die Standardabweichung ein nützliches, aber nicht perfektes Risikomaß.

Standardabweichung verschiedener Anlageklassen

Typische jährliche Standardabweichungen: Geldmarkt/Tagesgeld: 0,5–1 %, Staatsanleihen (kurz): 2–4 %, Staatsanleihen (lang): 8–12 %, Unternehmensanleihen: 5–8 %, Aktien (global diversifiziert): 15–20 %, Einzelaktien: 25–50 %, Rohstoffe: 20–30 %.

Durch Diversifikation sinkt die Portfolio-Standardabweichung unter den gewichteten Durchschnitt der Einzelwerte – das ist der mathematische Kern des Diversifikationseffekts und der modernen Portfoliotheorie.

Standardabweichung verstehen

  • 68-Regel: In 68 % der Zeit liegt die Rendite im Bereich Mittelwert ± 1 Standardabweichung
  • 95-Regel: In 95 % der Zeit im Bereich Mittelwert ± 2 Standardabweichungen
  • Niedrigere Standardabweichung = weniger Schwankungen = weniger Risiko
  • Diversifikation senkt die Portfolio-Standardabweichung unter den Durchschnitt der Einzelwerte
  • Die Standardabweichung unterscheidet nicht zwischen positiven und negativen Schwankungen
  • Für die Bewertung von Verlustrisiken ergänzen Value at Risk und Maximum Drawdown

Standardabweichung im Depot Risk Check

Der kostenlose Depot Risk Check von Wealth Partners Tegernsee berechnet die Standardabweichung Ihres gesamten Portfolios und vergleicht sie mit Ihrem persönlichen Risikoprofil. Ist die Schwankungsbreite Ihres Depots größer als Sie vertragen können? Dann zeigt die Analyse konkrete Maßnahmen zur Risikoreduktion auf.

Eine professionelle Risikoanalyse betrachtet die Standardabweichung zusammen mit weiteren Kennzahlen wie Maximum Drawdown, Value at Risk und Sharpe Ratio, um ein vollständiges Bild des Portfoliorisikos zu zeichnen.

Häufige Fragen

Was sagt die Standardabweichung über mein Depot aus?

Die Standardabweichung zeigt, wie stark die Renditen Ihres Portfolios schwanken. Eine Standardabweichung von 15 % bei einer Durchschnittsrendite von 8 % bedeutet, dass die jährliche Rendite in den meisten Jahren zwischen -7 % und +23 % liegt. Je höher die Standardabweichung, desto volatiler und risikoreicher ist Ihr Depot.

Ist eine hohe Standardabweichung schlecht?

Nicht unbedingt – eine höhere Standardabweichung geht in der Regel mit höheren Renditechancen einher. Entscheidend ist, ob das eingegangene Risiko angemessen vergütet wird (Sharpe Ratio) und ob die Schwankungen zu Ihrer persönlichen Risikotoleranz passen.

Wie unterscheidet sich die Standardabweichung von der Volatilität?

In der Finanzwelt werden die Begriffe oft synonym verwendet. Genau genommen ist die Volatilität die annualisierte Standardabweichung der Renditen. Die Standardabweichung kann für beliebige Zeiträume berechnet werden, während Volatilität typischerweise auf Jahresbasis angegeben wird.

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